ER 11

Ebenfalls erschienen: Earth Rocks 11, Florian Stummers & Manu Führers interessantes Magazin. (Von daher müsste es eigentlich F.S.M.S. heißen.)

Als Premiere wurde diese Ausgabe gemeinsam von einem Redaktionsteam erstellt, mit nur sanfter (aber bestimmter) Anleitung durch die Doppelspitze im Hintergrund. Die SF-Redaktion habe ich übernommen, ein Teil der Artikel geht also auf meine Auswahl zurück. Ich selbst steuere diesmal einen kleinen Aufsatz über Spielwürfel bei, sowie eine Übersetzung aus dem Englischen, Elena Clarks lustige Miniatur „Der Zeitreiseführer – Sonderbeilage“.

Und weil das alles bei aller Arbeit trotzdem Spaß gemacht hat, machen wir das bei ER 12 gleich nochmal!

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Earth Rocks 10 auf dem Mond

Falls es den geschätzten Lesern dieser entlegenen Web-Ecke, die ja – haha – nach Internetzmaßstäben buchstäblich hinterm Mond liegt, bisher entgangen sein sollte: Wir feiern dieses Jahr 40 Jahre Mondlandung. 40 Jahre! Das bedeutet, es gibt inzwischen eine Menge Leute, der sich nicht daran erinnern, wie es war, als noch niemand den Mond betreten hatte. Mich zum Beispiel.

Diesen Umstand finden noch andere bemerkenswert, weshalb dieses Jahr an mehreren Ecken auf den Mond hingewiesen wird. Aus SF-Sicht interessant werden dürfte Duncan Jones‘ Film „Moon„, sowie Frank Schätzings neuer Schmöker „Limit„. Es wundert mich fast ein wenig, dass nicht Andreas Eschbach das Buch zum Mondjahr liefert, aber der hat ja dafür das Buch zum Wahljahr. Und obwohl ich beide Bücher noch nicht kenne, wette ich mal, dass Schätzing wieder – wie beim „Schwarm“ – lupenreine SF abliefert, auch wenn der Buchhandel das Werk als „Wissenschaftsthriller“ (was für ein krankes Wort) schönredet.

Auch zum Mondjahr passend präsentiert sich Earth Rocks mit Ausgabe 10. Die enthält unter anderem einen Artikel von Uwe Post über die mögliche Rückkehr zum Mond, drei Kurzgeschichten zum Thema – nicht nur SF, denn der Mond bietet ja auch mythologisch eine Menge -, Interviews mit Uschi Zietsch und Christoph Hardebusch (der aktuell mit einem Werwolfbuch sehr mondkompatibel am Start ist, und meine dreisten Fragen souverän und aufschlussreich beantwortet hat), sowie die fast schon ER-typischen Mengen an weiteren interessanten Artikeln. Ach ja, ich berichte über meinen diesjährigen Besuch im Kennedy Space Center, das sich auch zu einem großen Teil den Apollo-Missionen widmet.

Florian Stummer und seine Crew haben wieder eine lohnende Ausgabe zusammengebaut. Vorbestellbar ist sie bei Earth Rocks.

Über Marsreisen und Sub-Sub-Genres

… darf ich mich in der neuen Earth Rocks verbreiten. Chefredakteur und Vereinsgründer Florian Stummer war so nett mich als Ehrenmitglied von Earth Rocks zu interviewen. (Ich! Im Interview!) Bei der Gelegenheit durfte ich also über die Funktion des Genres (und deren Sub- und Subsubgenres) philosophieren. Ich bin da ja durchaus zwiegespalten: Einerseits bekenne ich mich zur Science-Fiction, ist sie mir doch die liebste Spielart der Literatur. Andererseits sind es meist gerade die Grenzgänger, die Irrläufer und Überläufer, die Nomaden im Genrewald, die besonders spannend sind. China Mieville fällt mir ein, oder in Deutschland Volker Groß.

Wie auch immer, wer sich für meine Ansichten zu Sinn und Widersinn von Minigenres wie Clockpunk interessiert, dem sei „ER 9“ ans Herz gelegt. Wer jeoch neugierig ist, wie der aktuelle Kurzgeschichtenwettbewerb zum Thema „Home, Sweet Home“ (mit mir als Gastjuror) ausgegangen ist, kommt an der Ausgabe sowieso nicht vorbei. Und wer ein paar außerordentlich ansprechende SF-Grafiken im Vierfarbdruck in der Heftmitte schätzt muss sich das Heft sowieso zulegen. Wer aber seine Phantastik lieber akustisch als Hörbuch präsentiert haben will, sollte einen Kauf auch erwägen: Als Bonus ist eine CD mit unter anderem „Krematorium“, dem aktuellen Output von Frank Hebben, gelesen von Free-Hörspiel-König Sven Matthias dabei.

Mir würden sicher noch mehr Gründe einfallen, aber ich will ja keine Werbung machen.

Ich bin ein Erdrocker

Nachdem ich schon die Gelegenheit hatte für die Erstausgabe des Vereinsmagazins Earth Rocks einen Artikel zu verfassen, hat mich nun eben dieser Verein zum Ehrenmitglied berufen. Das ist mir natürlich eine große Ehre. Aber, wie Spidermans Onkel schon sagte: Aus großer Macht folgt große Verantwortung. In diesem Fall heißt das, dass ich für die Ehre der Ehrenmitgliedschaft die (moralische) Pflicht sehe, dem Magazin alle mögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Mal sehen, was mir da so einfällt.