In Argentinien …

… in Argentinien … tja. Eigentlich weiß ich gar nichts über Argentinien, außer, dass sie dort spanisch sprechen. Und dass auch dort Science Fiction und Phantastik verfasst wird. Einer der bekanntesten – wenn nicht der bekannteste – argentinische SF-Autor ist Sergio Gaut vel Hartman. Zahlreiche seiner Geschichten erschienen in Magazinen und Blogs quer über den Globus. Unter anderem ist er Mitherausgeber eines phantastischen Blog namens „Breves no tan breves“, und eben dort erscheint dieser Tage eine meiner Geschichten: „Essbar“, bloß eben in spanisch: „Comestible“.

„Wie das?“, fragt der geneigte Leser, „Hat der Peinecke auf seine alten Tage schnell Spanisch gelernt?“ – Mitnichten. Die Übersetzung erledigte jemand, der das auch richtig kann, nämlich Regina Sedelke (die auch hervorragend deutsch spricht, natürlich). Der Kontakt kam über InterNova zustande. Für diese Dinge liebe ich das Netz.

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ER 11

Ebenfalls erschienen: Earth Rocks 11, Florian Stummers & Manu Führers interessantes Magazin. (Von daher müsste es eigentlich F.S.M.S. heißen.)

Als Premiere wurde diese Ausgabe gemeinsam von einem Redaktionsteam erstellt, mit nur sanfter (aber bestimmter) Anleitung durch die Doppelspitze im Hintergrund. Die SF-Redaktion habe ich übernommen, ein Teil der Artikel geht also auf meine Auswahl zurück. Ich selbst steuere diesmal einen kleinen Aufsatz über Spielwürfel bei, sowie eine Übersetzung aus dem Englischen, Elena Clarks lustige Miniatur „Der Zeitreiseführer – Sonderbeilage“.

Und weil das alles bei aller Arbeit trotzdem Spaß gemacht hat, machen wir das bei ER 12 gleich nochmal!

Blick zurück

Ein Rückblick auf 2009:

Es fing recht gut an mit „2-Raum-Wohnung“, einer unterhaltsamen Co-Produktion mit Kurzgeschichten.de-Kollege Ralf Nötzel. Die Kritiken waren dazu teils durchwachsen, aber für mich doch erträglich. Umschlagkünstler Stas Rosin sehe ich als eine der großen Entdeckungen des Jahres an.

Zweite Veröffentlichung war „Klick, klick, Kaleidoskop“. Das Erscheinen in der Wurdack-Antho war ein spätes Echo meines ersten Platzes beim Cyberpunk-Autorenpreis 2008. Hier waren, und sind, die Reaktionen noch etwas besser.

Weiter ging es mit der Hörversion von „Asche auf dem Schnee“. Sven Mathias macht das wirklich gut! Übrigens war dies eine der wenigen Gelegenheiten, zu der ich als Autor nicht den Herausgeber beknien musste, sondern umgekehrt einmal gefragt wurde, ob ich eine Geschichte beisteuern möchte.

Mitte des Jahres folgte dann „Das letzte Duell“ in XUN 21 – war das eine Überraschung! Die Geschichte hatte ich nämlich vor Ewigkeiten eingereicht, ein Hinweis darauf, dass die Freie Redaktion XUN inzwischen auf einen stattlichen Stapel Material zurückgreifen kann.

Abgeschlossen wurde das Jahr dann durch „Kompassnadeln“ im leider letzten EDFC-Jahresband und – auch als Reaktion auf mein Gejammer – „Der Inhalt einer Box“ im aktuellen Golem. Völlig unterschiedliche Geschichten, immerhin ist die „Box“ bei einem Rezensenten schon ganz gut angekommen.

Eigentlich gar kein schlechtes Jahr, auch wenn ich viel weniger veröffentlicht habe als zuvor. Dezenter Hinweis zum Schluss: Die SF-Geschichten sind für den Kurd-Laßwitz-Preis nominierbar, „Kompassnadeln“ darf für den Vincent nominiert werden. *zwinker, zwinker*

Nach der Ablehnung ist vor der Ablehnung …

… oder besser: Nach der Ablehnung ist vor der Annahme.

Was ich damit sagen will: Obwohl mein letzter Post hier etwas deprimiert klang, habe ich gestern als schöne Überraschung in der Post den neuen EDFC-Jahresband gefunden. Enthalten sind, neben meiner Ölbohrgeschichte „Kompassnadeln“ wieder eine Menge zum Hinwerfen schöner phantastischer Geschichten. Ich weiß das, ich habe schon einige davon gelesen!

Außerdem hat mein Gejammer einige nette Post von guten Freunden nach sich gezogen, die wiederum nun eine weitere Veröffentlichung in der Pipeline nach sich gezogen hat. Und ich habe eine Geschichte fertiggestellt, die schon seit 2005 auf meiner Festplatte vor sich hin gammelte.

Ich sag’s ja: Eigentlich kein Grund zu jammern.

Earth Rocks 10 auf dem Mond

Falls es den geschätzten Lesern dieser entlegenen Web-Ecke, die ja – haha – nach Internetzmaßstäben buchstäblich hinterm Mond liegt, bisher entgangen sein sollte: Wir feiern dieses Jahr 40 Jahre Mondlandung. 40 Jahre! Das bedeutet, es gibt inzwischen eine Menge Leute, der sich nicht daran erinnern, wie es war, als noch niemand den Mond betreten hatte. Mich zum Beispiel.

Diesen Umstand finden noch andere bemerkenswert, weshalb dieses Jahr an mehreren Ecken auf den Mond hingewiesen wird. Aus SF-Sicht interessant werden dürfte Duncan Jones‘ Film „Moon„, sowie Frank Schätzings neuer Schmöker „Limit„. Es wundert mich fast ein wenig, dass nicht Andreas Eschbach das Buch zum Mondjahr liefert, aber der hat ja dafür das Buch zum Wahljahr. Und obwohl ich beide Bücher noch nicht kenne, wette ich mal, dass Schätzing wieder – wie beim „Schwarm“ – lupenreine SF abliefert, auch wenn der Buchhandel das Werk als „Wissenschaftsthriller“ (was für ein krankes Wort) schönredet.

Auch zum Mondjahr passend präsentiert sich Earth Rocks mit Ausgabe 10. Die enthält unter anderem einen Artikel von Uwe Post über die mögliche Rückkehr zum Mond, drei Kurzgeschichten zum Thema – nicht nur SF, denn der Mond bietet ja auch mythologisch eine Menge -, Interviews mit Uschi Zietsch und Christoph Hardebusch (der aktuell mit einem Werwolfbuch sehr mondkompatibel am Start ist, und meine dreisten Fragen souverän und aufschlussreich beantwortet hat), sowie die fast schon ER-typischen Mengen an weiteren interessanten Artikeln. Ach ja, ich berichte über meinen diesjährigen Besuch im Kennedy Space Center, das sich auch zu einem großen Teil den Apollo-Missionen widmet.

Florian Stummer und seine Crew haben wieder eine lohnende Ausgabe zusammengebaut. Vorbestellbar ist sie bei Earth Rocks.

Das Experiment

Gute und schlechte Nachrichten erreichen mich vom EDFC e.V., genauer gesagt vom für eben diesen tätigen Herausgeber Frank W. Haubold:

In Kürze erscheint der Jahresband „Das Experiment“. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass es der letzte Jahresband sein wird, weil der EDFC – wohl mangels zahlender Mitglieder – auf E-Books umstellt. Und eine Anthologie in E-Book-Form … nicht nur ich finde das eher unbefriedigend.

Ich hoffe mal stark, dass Frank bei einem der wenigen, aber engagierten Kleinverlage unterkommt, um so eine neue Reihe zu gründen. Die EDFC-Jahresanthologie war mir nämlich, aufgrund ihrer Qualität und der einzigartigen Mischung, immer die liebste. Da geht uns wirklich etwas verloren.

Wie dem auch sei, in diesem letzten Band ist meine Geschichte „Kompassnadeln“, Verzeihung, „Kompaßnadeln“ enthalten – nämlich in alter Rechtschreibung, passend zum Inhalt. Dort finden wir uns im Jahr 1944 vor der norwegischen Küste, bei einem geheimen Versuch, Nordseeöl für das Deutsche Reich zu fördern. Was allerdings dann an die Oberfläche kommt, ist etwas ganz anderes …

Die Geschichte ist eine Hommage, die zu gleichen Teilen an Edgar A. Poe und Tove Jansson geht. Tove Jansson? Richtig, die Erfinderin der Mumins. Und der Morra …

Blah! folded

… wie die Engländer so schön sagen würden. Gemeint ist damit, dass Andrea Bottlingers bisher äußerst ambitioniertes Blah!-Magazin leider aufgrund akuten Erfolgs und damit einhergehender Arbeitsbelastung eingestellt wird. Ich weiß, die „Neuigkeit“ ist schon vom Februar, aber ich wollte es mal erwähnt haben.

Schade eigentlich.

Wie ich höre, läuft der gleichnamige Podcast aber weiter.