4 gewinnt

Die Wahl ist ausgezählt. Diesjährige Gewinner des Kurd-Laßwitz-Preises sind Uwe Post für seinen lustigen Detektivroman „Walpar Tonraffir und der Zeigefinger Gottes“ und Michael Iwoleit für sein Near-Future-Drama „Die Schwelle“.

Herzlichen Glückwunsch, Jungs!

Meine Mathematiksatire „Die verhinderte Himmelfahrt der Jana Maria-Magdalena Sibelius“ erreichte immerhin Platz 4 – für mich die bisher beste Platzierung beim KLP.

Herzlichen Glückwunsch mir selbst!

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Aufmerksamkeit

Was will der Autor? Aufmerksamkeit. Denn warum sollte er sonst schreiben?

Ich zum Beispiel habe letzte Woche völlig unabhängig voneinander die Aufmerksamkeit zweier Verlage für zwei völlig unterschiedliche Projekte bekommen. Was daraus wird, steht – in den Sternen sicher nicht. Aber schön ist das trotzdem, auch wenn vielleicht letztlich nichts daraus wird.

Dann gab es die Aufmerksamkeit des Publikums bei meiner Lesung in der Stötteritzer Margerite in Leipzig mit dem klingenden Namen „L.E. Dystopia“. Uwe Schimunek organisierte und diverse Kollegen berichteten bereits zeitnaher als ich Töffel mal wieder.

Drittens bekam ich die Aufmerksamkeit einiger Kollegen, ausgedrückt durch die Nominierung meiner Kurzgeschichte „Die verhinderte Himmelfahrt der Jana Marai Magdalena Sibelius“ zum Kurd-Laßwitz-Preis 2011. Übrigens ist das genau die Geschichte, die ich auch in Leipzig gelesen habe. Und mit dem einen der zwei geheimen Projekte hat sie auch zu tun. So schließt sich der Kreis, oder besser nicht, denn es soll ja weitergehen.

Near Miss

… oder close call, sagt der Engländer. Beim Deutschen Science Fiction Preis, über dessen Nominierung ich mich ja schon ausführlich gefreut habe, hat meine Geschichte „Klick, klick, Kaleidoskop“ den unglaublichen zweiten Platz belegt. Das ist wirklich schön, zumal sie nur knapp von Mattias Falkes ungleich umfangreicherer Erzählung überrundet wurde (zumindest stelle ich mir vor, dass es knapp war, genaues weiß ich natürlich nicht).

Ähnlich erging es Uwe Post, dessen grandios witziger Roman „Symbiose“ den zweiten Platz unter den Romanen belegt, knapp geschlagen von Karsten Kruschels ungefähr dreimal so langem Roman „Vilm“ – wer hier ein Schema erkennt, darf es sich notieren, in Gold stechen, rahmen und im Garten vergraben.

Mein Fazit: Länger schreiben, weiter freuen.

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Das Publikum spricht

Man könnte Preise ja auch anmalen. Je nachdem, wie „demokratisch“ ein Preis ist, also je nachdem, wieviele Leute über seine Vergabe abstimmen, würde ich den Preis dann im Regenbogen einsortieren. Je kürzer die Wellenlänge, desto mehr Publikum ist daran beteiligt.
In diesem Spektrum wäre der DSFP rot, denn er wird von einer relativ kleinen, vorher benannten Jury vergeben. Der Kurd-Laßwitz-Preis wäre grün-blau, weil alle SF-Schaffenden aus der Schweiz, Österreich und Deutschland (und eigentlich auch aus Luxemburg, Kanada und Tuvalu – es kommt nur darauf an, dass man schon mal ein paar deutschsprachige Geschichten publiziert hat) daran mitstimmen dürfen.
Der Deutsche Phantastik Preis wäre ultraviolett, denn dabei darf jeder Besucher der Netzseite seine Stimme abgeben. Und zwar ab sofort hier: http://www.deutscher-phantastik-preis.de/

Ich erwähne das natürlich, weil meine Geschichte „Klick, klick, Kaleidoskop“ in der Vorschlagsliste der Jury¹ auftaucht. Das ist noch keine Nominierung, kann aber eine werden, wenn alle drei Fans ihren fünfzehn Brüdern bescheid sagen, und die Story schon mal wählen.

¹Häh? Plötzlich doch eine Jury? Ja doch: Für die Vorschlagsliste beruft der DPP vorab eine Jury. An deren Vorschläge ist aber niemand gebunden, ihr könnt also auch Oma Käthes lustige Katzengeschichte nominieren, wenn sie denn irgendwo erschienen ist – und sei es nur auf Omas Homepage.

Güldener Streif am Horizont

Ich erwähne das nur, weil der Deutsche Science Fiction Preis dotiert ist. Nicht, dass ich echte Hoffnung hüge … hegte, das Preisgeld tatsächlich nach Hause zu tragen.
Ja, geschätzte Blogleser (eigentlich könnte ich euch beide ja namentlich begrüßen), ich bin mit meiner multiplen Charakterstudie „Klick, klick, Kaleidoskop“ zusätzlich zum Kurd-Laßwitz-Preis nun auch für den DSFP nominiert. Das finde ich unglaublich, schön und unglaublich schön, zumal ich damit nun wirklich nicht gerechnet habe.

Ist schon nett, seinen eigenen Namen zwischen illustren Persönlichkeiten und netten Schreibkollegen zu finden.

Nominator II

… Tag der Abrechnung, oder so.

Ja, ich bin tatsächlich einmal mehr für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert, was mich natürlich immens freut. Preiswürdig erschien den SF-Schaffenden Deutschlands diesmal meine von mir selbst auch innig geliebte Geschichte „Klick, klick, Kaleidoskop“, erschienen in der ebenfalls reich mit Nominierungen bedachten Anthologie „Molekularmusik“.
Überhaupt scheine ich diesmal ein Näschen für Nominierungen gehabt zu haben, sind doch – bei einem Blick in die Listen – im Gegensatz zu den Vorjahren nahezu alle meine Vorschläge auch tatsächlich durchgekommen. Das bedeutet, das zumindest eine weitere Person meine Ansicht teilte.

Abstimmen können übrigens alle beim Treuhänder registrierten SF-Schaffenden, das heißt, jeder, der mindestens fünf Kurzgeschichten oder einen Roman und eine Geschichte professionell veröffentlicht hat.

Blick zurück

Ein Rückblick auf 2009:

Es fing recht gut an mit „2-Raum-Wohnung“, einer unterhaltsamen Co-Produktion mit Kurzgeschichten.de-Kollege Ralf Nötzel. Die Kritiken waren dazu teils durchwachsen, aber für mich doch erträglich. Umschlagkünstler Stas Rosin sehe ich als eine der großen Entdeckungen des Jahres an.

Zweite Veröffentlichung war „Klick, klick, Kaleidoskop“. Das Erscheinen in der Wurdack-Antho war ein spätes Echo meines ersten Platzes beim Cyberpunk-Autorenpreis 2008. Hier waren, und sind, die Reaktionen noch etwas besser.

Weiter ging es mit der Hörversion von „Asche auf dem Schnee“. Sven Mathias macht das wirklich gut! Übrigens war dies eine der wenigen Gelegenheiten, zu der ich als Autor nicht den Herausgeber beknien musste, sondern umgekehrt einmal gefragt wurde, ob ich eine Geschichte beisteuern möchte.

Mitte des Jahres folgte dann „Das letzte Duell“ in XUN 21 – war das eine Überraschung! Die Geschichte hatte ich nämlich vor Ewigkeiten eingereicht, ein Hinweis darauf, dass die Freie Redaktion XUN inzwischen auf einen stattlichen Stapel Material zurückgreifen kann.

Abgeschlossen wurde das Jahr dann durch „Kompassnadeln“ im leider letzten EDFC-Jahresband und – auch als Reaktion auf mein Gejammer – „Der Inhalt einer Box“ im aktuellen Golem. Völlig unterschiedliche Geschichten, immerhin ist die „Box“ bei einem Rezensenten schon ganz gut angekommen.

Eigentlich gar kein schlechtes Jahr, auch wenn ich viel weniger veröffentlicht habe als zuvor. Dezenter Hinweis zum Schluss: Die SF-Geschichten sind für den Kurd-Laßwitz-Preis nominierbar, „Kompassnadeln“ darf für den Vincent nominiert werden. *zwinker, zwinker*