Wunder und Straßenbelag

Eigentlich sollte man freie Abende ja zum Schreiben nutzen, aber irgendwie bin ich zur Zeit wohl in der Pose des schreibblockierten Poeten erstarrt. Durchaus passend zur Jahreszeit.

Das wärmt es meine Autorenseele doch, dass ich die Früchte meiner vergangenen Kreativität jetzt ernten darf: Letztes Wochenende gab es zwei Belegexemplare für mich.

Zunächst ist da „Das Mirakel“, Frank W. Haubolds jährliche Anthologie phantastischer Fiktionen. Wie schon letztes Jahr, verspricht dieser (dicke) Band ein Highlight 2007 zu werden. Ich muss mich sputen, ihn noch rechtzeitig zu den kommenden Genrepreisen zumindest auszugsweise zu lesen. Ich selbst bin mit meinem Medizinthriller „Invasive Techniken“ vertreten. Man könnte auch „SF“ dazu sagen, aber psst, vielleicht lesen ja Verleger mit. Da muss man mit solchen schmutzigen Wörtern vorsichtig sein. Nennen wir die Geschichte also einen Nanotechnik-Medizin-EU-Zierfisch-Thriller.

Außerdem neu: „Asphaltspuren 8“, Regina Holz‘ und Jürgen Olejoks Untergrund-Literatur-Zine (und für die Lyrik ist auch noch jemand dabei; nicht böse sein: der Name ist mir gerade entfallen). Holz+Olejok, das klingt nach Cyberpunk, ist aber ganz ernstzunehmende, aktuelle Literatur, ohne Genrebindungen. Jürgen fragte mich, ob ich zum Thema „Zeit“ nicht etwas zu sagen hätte. Hatte ich, nämlich mein Geek-Bürohöllen-Popkultur-Beziehungsdrama „Hurd kommt nächstes Jahr“. Lest mal hinein!

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