Ich fordere bessere Titel!

Bei SF-Fan ist zur Zeit – mal wieder – die seltsame Übersetzungspolitik deutscher Großverlage Thema. Besonders zu leiden haben wie immer Terry Pratchetts Werke. Wir erinnern uns: Da wurde aus dem Titel „Reaper Man“ schon mal „Alles Sense!“ oder „Wyred Sisters“ wurde zum sinnbefreiten „MacBest“. An mehr Beispiele kann ich mich zum Glück im Moment nicht erinnern, aber man konsultiere ein beliebiges Fantasy-Verkaufsregal für weitere Horrortitel.

Warum betrifft dieser Lektoratsschwachsinn aber meist die „niederen“ Genres? Warum müssen Krimi-, Fantasy-, Horror- und SF-Fans derart verunstaltete Titel hinnehmen? Gleiches Recht für alle! Wir benennen Klassiker der Literatur um:

„Der alte Mann und das Meer“ wird zu „Boat Trip – ein irrer Angelausflug“.

„Warten auf Godot“ verkauft sich bestimmt besser als „Zwei Männer und ein Baum“.

„Unterm Rad“? Lieber als „Teenager am Limit“! Und „Das Glasperlenspiel“ wäre als „Pearl Games“ sicher der Renner.

„Faust“ ist okay, könnte aber einen Untertitel gebrauchen: „Faust – krasse Höllenfahrt“.

„Emilia Galotti“ wird zu „Voll schwanger!“

„Romeo und Julia“: „Venecia Gangwars“

„Der Idiot“ liefe bestimmt besser als „Generation Idiot“.

Irgendwie grusel ich mich gerade vor den Neuerscheinungen der nächsten Jahre …

Blah! folded

… wie die Engländer so schön sagen würden. Gemeint ist damit, dass Andrea Bottlingers bisher äußerst ambitioniertes Blah!-Magazin leider aufgrund akuten Erfolgs und damit einhergehender Arbeitsbelastung eingestellt wird. Ich weiß, die „Neuigkeit“ ist schon vom Februar, aber ich wollte es mal erwähnt haben.

Schade eigentlich.

Wie ich höre, läuft der gleichnamige Podcast aber weiter.