Lotus-Effekt

Lotus-EffektUnd noch eine neue Anthologie: Im Wurdack-Verlag geht die SF-Reihe mit „Lotus-Effekt“ in die elfte Runde. Enthalten sind diesmal Geschichten von Christian Günther (der auch die Titelgeschichte stellt), Thomas Hocke, Nadine Boos, Sebastian Rieger, Lutz Herrmann, Bernhard Schneider, Olaf Trint, Thomas Wawerka, Andrea Tillmanns, Thomas Templ, Christian Weis, Thomas Backus, Karla Schmidt, Uwe Post, Armin Rößler, Arno Endler, Karsten Kruschel und Heidrun Jänchen.

Von mir ist mein Dark-Space-Opera-Versuch „Die Ernte fällt heut’ aus“ dabei. Es ist sozusagen meine älteste Geschichte bisher, denn obwohl ich sie erst letztes Jahr aufgeschrieben habe, basiert sie auf einer Idee, die ich meinem Sandkastenfreund Sören bereits 1983 auf dem Schulhof erzählt habe. Die Schlüsselszenen habe ich nicht verändert, nur ein wenig drumherumgestrickt. Sein Kommentar damals: „Das ist ja eine ganz alte Idee.“ Nun, ich hoffe, ich habe die alte Geschichte ins 21. Jahrhundert gerettet.

Der Himmelspfeifer

Ich bin ja versucht „Himmelspfeiffer“, mit Doppel-F, zu schreiben, aber nein, damit hat jene Geschichte nichts zu tun. „Der Himmelspfeifer“ ist der Titel einer demnächst erscheinenden Anthologie seltsamer Geschichten aus der näheren oder ferneren Zukunft. Herausgegeben wird das Buch von Alisha Bionda, die ja schon so manchen Erfolg auf dem Kerbholz hat. Folgerichtig hat sie so auch einen illustren Kreis versammelt: Frank Hebben, Dominik Irtenkauf, Mario Moritz, Margret Schwekendiek, Achim Stösser, Dirk Taeger, Fabian Vogt, Mikis Wesensbitter und Jörg Isenberg.

Na ja, und ich mit „Upload untot“, einer Mischung aus Slumkind-Roadmovie, Matrix-Realitätsverwirrung, Voodoogrusel und noch so ein paar Sachen. Das hat sich ergeben, weil ich dachte, man müsste mal eine Story wie das Sepultura-Video „Ratamahata“ schreiben.

Cyberpunk’s not dead

Bereits zum dritten mal in Folge nehme ich am Wettbewerb der Cyberpunk-Community Deutschland teil – wir erinnern uns: Vor zwei Jahren krepelte ich mich mit „Die bunten Splitter der Seele“ immerhin auf den dritten Platz, den ich dann letztes Jahr mit „Retrozone“ souverän verfehlte, um mich auf dem undankbaren vierten zu lümmeln.

Aber ich bin ja unbelehrbar, deshalb werfe ich dieses Mal meinen schockierenden Art-Thriller „Klick, klick, Kaleidoskop“ ins Rennen. Das Ding ist quasi ein Abfallprodukt der Vorjahresrunde, ein Konzept, das damals von dem Retrozonen-Mem verdrängt wurde, das ich aber jetzt ausarbeiten konnte. Die Geschichte entstand, weil ich (wie manche wissen mögen) vor Jahren Gitarre in einer hervorragenden Thrash-Metal-Formation namens „Mindsequencer“ malträtierte. Der Name war eher ein Zufallsprodukt, aber die Frage, was er wohl bedeuten könnte, ließ mich nie ganz los. Eine mögliche Erklärung bietet die Geschichte.

Alle langjährigen Mitglieder des SF-Netzwerks können übrigens mit abstimmen.

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Terraforming als Lebensaufgabe und Zahnbürsten zum Gegner

Es ist zwar schon eine Weile nicht mehr ganz aktuell, aber ich will dennoch noch mal kurz auf meine erste Veröffentlichung 2008 hinweisen: Bereits im Januar erschien „Die Perlenkette“ in phantastisch! 29. Die Geschichte dreht sich um die Feinheiten des Terraformings, Einsamkeit auf langen Raumreisen, die irre macht und eine besondere Art von Vater-Sohn-Konflikt. Und noch anderen Krempel, was im Weltall eben so alles passiert.

Das Heft ist auch sonst sehr empfehlenswert, wie immer eine recht bunte und unterhaltsame Mischung aus News, Rezensionen und Geschichten.

Außerdem erschien nach einigem Vorlauf nun das Storycenter 2007, ein regelmäßiges, dickes Geschichtenheft des SFCD e.V. Ich bin mit meinem Anti-Zahnbürsten-Billige-Kafka-und-Dick-Imitation „K. wie Kondensator“
dabei, einer meiner All-Time-Ladenhüter. Da ich natürlich alle meine Geschichten mag (sonst würde ich sie wohl kaum schreiben), lege ich dem geneigten Leser auch dieses Erzeugnis ans Herz. Als Lesetipp empfehle ich aber die Geschichte von Gabriele Behrend, eine recht treffende Extrapolation einer häuslichen Gewaltspirale. Mein Protagonist hat es da besser, er hat nur Zahnbürsten und Gefrierschränke zum Gegner.

Story Center 2007: Realitäten
A4-Format, 130 Seiten
Herausgegeben vom Science Fiction Club Deutschland (SFCD) e.V.
in Person von Arno Behrend