Wenn ich die See seh …

… brauch ich kein Meer mehr.

Nach dieser tiefsinnigen Einleitung, erlaube ich mir darauf hinzuweisen (wie ich gerade erstmals offiziell hier bei Kollege Backus las), dass demnächst eine Geschichte des Genres „Unheimliche Phantastik“ von mir im Buch Die Macht des Mondes … Seelords 1 erscheint. Es handelt sich dabei um Kompassnadeln, meinen Versuch, gleichzeitig Tove Jansson und H. P. Lovecraft zu huldigen.

Und natürlich hat die Story auch genug SF-Elemente, auch wenn sie eher „Grusel“ ist.

Kurzgeschichte kostenlos!

Bereits im Juli ist im Schreiblust Verlag die Anthologie „Burgturm im Nebel“ erschienen. Meine dort veröffentlichte SF-Geschichte „Am Ende der Spur“ kann man jetzt auch online bei Literra lesen. Dazu gibt es eine extra angefertigte Illustration von Crossvalley Smith (der lustigerweise genau wie ich Doktor der Mathematik ist).

Schaut mal rein, kostet nichts.

Auch Stross geht Spielberg auf den Leim

Ich lese mich gerade ein wenig durch Charles Stross’ Accelerando. Ein großartiges Buch, voller neuer und alter Ideen in ungewöhnlichen Kombinationen. Stross ist ein Popkultur-Mem-Schwamm, ein Fragment-Prozessor, der fast den Rang von Douglas Coupland erreicht. Dass er dabei kryptisch an der Grenze zur Geheimbündlerei schreibt, stört mich persönlich nicht – die deutsche Ausgabe enthält einen Glossar, der einige Begriffe erklärt, was für den Normalleser vermutlich essenziell, für mich allerdings nicht notwendig ist.

Letzte Woche gelangte ich so zu einer Szene, in der einige Konstrukte in einer virtuellen Realität miteinander sprechen. Zwei der Anwesenden haben menschliche Gestalt als Avatare, einer jedoch hat die Form eines Velociraptors angenommen. Oh je, denke ich. Er wird doch nicht … doch. In der Folge erklärt Stross, wie groß der Raptor ist, und auch, wenn er dabei nicht konkret wird, habe ich den deutlichen Eindruck, dass hier wieder einmal der Velociraptor mit seinem größeren Cousin Deinonychus verwechselt wurde. Unselige Nachwirkung von Jurassic Park.

Nun mag man argumentieren, dass die Uploads ja sowieso allenthalben Filmkulissen in ihrer VR verwenden, dass es daher nur konsequent ist, dass der Velociraptor gar kein maßstabsgetreuer ist, sondern der im Film auftauchende Riesen-Raptor. So könnte man sich herausreden.

Trotzdem ein gutes Buch.