Un-Dinos

Nun, da die erste Staffel von „Primeval“ die deutschen Bildschirme passiert hat, hört man allerorten wie schlecht diese Serie sei. Diesem Lamento schließe ich mich einfach mal an, wobei mir ein animiertes Urzeitvieh zwischen unfähigen Stormtroopern, äh, britischen Elitesoldaten allemal unterhaltsamer erscheint als weichliche US-Alleskönner in uninteressanten postapokalyptischen Dörfern namens „Jericho“.

Viel lustiger finde ich aber, dass allenthalben die „Dinos“ in der Serie gelobt oder gescholten werden. Öhm. „Dinos“? Tatsächlich ist bisher in „Primeval“ kein einziger Dinosaurier aufgetaucht. Ja, ich schwöre! Da gab es Synapsiden, Laufvögel, Mosasaurier, diverse Flatterviecher, Riesenwürmer, -Spinnen und -Tausendfüßer, aber keinen einzigen Dinosaurier. Ich bin ja schon fast der Ansicht, dass Serienmacher Tim Haines das mit Absicht so entworfen hat, um sich jedesmal köstlich darüber zu amüsieren, wenn wieder ein berufener Kritiker über „Dinos“ schwafelt.

Schön. Also eine Serie für Besserwisser. Also für mich.

Gehorcht dem Röstbrot!

Es begab sich vor gut zwei Jahren, dass mir die Idee kam, eine Geschichte über Studenten in einer Art galaktischen Universität zu schreiben. Ich bin ein Fan von College-Filmen der 1980er Jahre, daher wählte ich eine typische Handlung: Der Verbindungs-Freshman. Ergebnis meiner Bemühung war dann die Geschichte mit dem Namen „Toaster aus dem Weltraum“. Und diese erscheint nun bald in einer Anthologie der Geschichtenweber mit dem klangvollen Titel, äh, „Toaster aus dem Weltraum“.

Da bin ich doch stolz wie fünfzehn Kleintierzüchter, dass meine Geschichte zur Titelgeberin taugt!

Herausgegeben wird dieses genreprägende Werk von Nina Horvath und Bernhard Weißbecker, und enthalten wird es humorvolle oder lustige oder sogar beide Arten von SF-Geschichten. Allein das entbehrt nicht einer gewissen Komik, denn ich bin geradezu bekannt dafür, dass mir Leute, die mich gerade erst kennenlernen, absolut keinen Humor zumessen.

Womit sie natürlich Recht haben.

Mama, was ist eigentlich RFID?

Gestern lag im Stapel der üblichen Rechnungen, Möbelhauswerbung und kostenlosen Programmhefte, die sonst so meinen Briefkasten verstopfen mal wieder etwas erfreuliches: mein Belegexemplar des Golem 82. Man kann Uwe Post ja kaum genug loben, dass er dieses hinreißend gelayoutete, mit ebenso obskuren wie interessanten Geschichten gefüllte Magazin mit solcher Beharrlichkeit herausgibt. Deshalb versuch ich’s gar nicht erst.

Stattdessen weise ich darauf hin, dass Heft Nummer 82 meine Was-passiert-eigentlich-wenn-man-Kindergartenkindern-RFID-Chips-Geschichte „Mein aufregendster Tag“ enthält, und dass das Heft zu einem günstigen Preis beim Thunderbolt e.V. zu beziehen ist.

Schnittmenge 2

Soeben wurden die Preisträger des diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preises bekannt. Von den Nominierten kannte ich ja noch einen größeren Prozentsatz, aber die Preisträger sagen mir größtenteils nichts. Daher kann ich hier auch keinen schlauen Kommentar zur Qualität bieten.

Okay, Herbert W. Franke ist mir natürlich ein Begriff, aber das ausgezeichnete Buch habe ich nicht gelesen. Immerhin, der Preis an Robert Charles Wilsons „Spin“ kommt mir verdient vor, auch für mich ist der Roman ein SF-Highlight 2006. Genauso freut es mich, dass Christian Pree für seine mühevolle Datensammlung gewürdigt wird.