Noch mehr Meme

Da bin ich wohl etwas unabsichtlich zum Überträger geworden. Nein, nicht von den üblichen RNS-Schädlingen, die man sonst so auf Türklinken und Geldautomaten verteilt, sondern von einem heimtückischen Mem. Als ich nämlich letzte Woche vom Deinoychus schrieb, infizierte ich damit völlig unbeabsichtigt meine Autorenkollegin Nadine mit eben diesem hübschen Wort, „Deinonychus“.

Ich finde, gerade altgriechischstämmige Wörter haben diese besondere Qualität, eine poetische und gleichzeitig wissenschaftliche Wirkung, die sie nicht mehr aus dem Ohr lässt. Tagelang zirkeln sie im Hirnkasten, plustern sich mit Bedeutsamkeit auf, die sie – bei wörtlicher Übersetzung betrachtet – eigentlich nicht haben dürften. Nehmen wir zum Beispiel „Triceratops“: Auf deutsch wird ein profanes „Dreihorn“ daraus. Ja, besonders die Namen, die die Paläontologen ausgestorbenen Echsen beiordnen, entzücken mich immer aufs Neue: Liopleurodon, Ophthalmosaurus, Ramphorhynchus (kommt mir jetzt nicht mit solchen Langweilern wie Tyrannosaurus, da doch lieber Giganotosaurus) und *tada* Cryptoclidus. Was für ein hinreißender Name! (Auf deutsch einfach: „verstecktes Schlüsselbein“.) Das ist die Musik der Wissenschaft.

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Jurassic Park lügt

Gerade kam ja der dritte Teil von „Jurassic Park“ im Fernsehen, ein Film, den ich mir sehr zu meinem Bedauern, damals im Kino angetan hatte. Ach ja, da kamen nostalgische Gefühle an Teil 1 auf: Mitschüler von mir mussten/durften damals Crichtons Buch „Dino Park“ in der Schule lesen, vermutlich in Deutsch oder Englisch, ich weiß nicht mehr. Alle fanden den Roman ganz toll & ganz super wissenschaftskritisch, ich als schon immer SF-Lesender fand die Idee zunächst einmal ziemlich oll und den Trick mit der Frosch-DNS ziemlich bekloppt.

Später sah ich den ersten Film dann im Fernsehen und fand ihn wider Erwarten sehr unterhaltsam. Na ja, jede Menge Unlogik und nervende Kinder gibt’s natürlich, aber bei solchen U-Filmen ist Spielberg doch mehr in seinem Element, als bei ernsteren Stoffen wie „Minority Report“ oder „AI“, die ich beide gar nicht mag (oder noch ernsteren Sachen).

Worauf will ich eigentlich hinaus? Dass mir letzte Woche wieder einfiel, was mir an JP am wenigsten gefällt: Die Raptoren, die keine Raptoren sind, sondern Deinonychus. Velociraptoren sind etwa Truthahngroß, das wäre zwar für die Menschen gefährlich genug gewesen (Pitbulls sind ja auch nicht größer), war den Herren aber offenbar nicht spektakulär genug. Aber warum muss man einen Deinonychus im Film als Raptor bezeichnen? Generationen von Schülern machen das jetzt falsch (man beachte nur die Tonnen von Plastik-“Raptoren“, die alle viel zu groß sind). Oder können Amerikaner den Namen nicht aussprechen? Sprecht mir nach:

Die-Noe-Nee-Chus

Ist doch nicht so schwer, oder?

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Dritter Versuch

Nachdem ich meine zweite Geschichte zum Capco.de immerhin grob beendet habe, ereilte mich gestern abend sozusagen die unltimative Inspiration. Oder so. Wie auch immer, „Exkursionen“ (Versuch Nr. 2) mag ich zwar, finde ich aber für den Capco.de fast zu spießig erzählt, daher werde ich wohl meiner Freak-Idee von gestern nachgeben und eine dritte Geschichte schreiben. Sie wird den Arbeitstitel „Mindsequencer“ tragen, genau wie die Band, in der ich mal Gitarre gespielt habe.

Worum wird es gehen? Na, wie immer: Gehirnimplantate, kopflose Flucht, Paranoia und Sprechblasen.

Exkursionen

… ist der Arbeitstitel meines gestern skelettal fertiggestellten Beitrags zum Capco.de. Jetzt fehlen noch ein paar Recherchen zu Neurologie, Gremien und Gesetzgebung der EU und Aquaristik. Dann noch die Charaktere etwas ausformen, soll ja nicht wieder heißen, meine Personen lägen mir nicht am Herzen … und ein guter Titel muss auch noch her.

Außerdem habe ich „Deformationen“ und „Imago“ überarbeitet, ersteres erhielt ein echtes Ende (das wurde in der bisherigen Version bemängelt), zweiteres ein paar Ergänzungen. Natürlich habt ihr keine Ahnung, was ich hier überhaupt fasele. Gemeint sind zwei Geschichten: „Deformationen“ ist der Mittelteil der „Francis Ooze“-Hexalogie, und „Imago“ ist mein gescheiterter Beitrag zum „What If“-Wettbewerb. Es geht um eine Gesellschaft, die durch fortgeschrittene augmented reality etwas erkaltet ist.

Das Jahr 2007 beginnt

Da nähern wir uns also unvermeidlich weiter dem Jahr 2010, nach 2001 der nächste „Clarke-Punkt“, wenn ihr wisst, was ich meine.

2006 war toll, ein Blick auf meine Veröffentlichungen gibt einen Anhaltspunkt, warum; es ist aber abgesehen davon noch ganz viel anderes Schönes geschehen.

Für 2007 stehen nun weitere Geschichten in der Warteschlange. Und: Nachdem ich ja schon mit meinem Beitrag zum CAPCo.de begonnen hatte, ist mir plötzlich gestern nacht noch eine ganz andere Idee zugeflogen, die viel besser „fließt“. Es geht um den üblichen Kram: Nanobots, Weltverschwörung, Megakonzerne … na, lasst euch überraschen!